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BASF hat sich im 2. Quartal 2014 positiv entwickelt - Halbjahrespressekonferenz

Caffini Striker - in LMV-Jobboerse.de- agribusiness
BASF SE, Ludwigshafen , 07.2014, das Geschäft der BASF hat sich im 2. Quartal 2014 positiv entwickelt. Der Umsatz stieg verglichen mit dem Vorjahresquartal um 1 % auf 18,5 Milliarden € an. „Ausschlaggebend hierfür waren höhere Absatzmengen sowohl in unserem Chemiegeschäft, das die Segmente Chemicals, Performance Products und Functional Materials & Solutions umfasst, als auch im Segment Oil & Gas“, sagte Dr. Kurt Bock, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE bei der Halbjahres-Telefonkonferenz. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen übertraf den Wert des Vorjahresquartals um 221 Millionen € und lag bei rund 2,1 Milliarden €.
Quelle: BASF SE, Ludwigshafen / agribusiness-jobs
Die Verkaufspreise gingen leicht zurück. Portfoliomaßnahmen erhöhten den Umsatz per Saldo um 1 %. Anhaltend negative Währungseffekte (minus 4 %) und ein deutlicher Umsatzrückgang bei Sonstige minderten das Umsatzwachstum der BASF-Gruppe.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen übertraf den Wert des Vorjahresquartals um 221 Millionen € und lag bei rund 2,1 Milliarden €. Im Chemiegeschäft und bei Oil & Gas stieg das Ergebnis deutlich. Im Segment Agricultural Solutions und bei Sonstige ging es dagegen deutlich zurück. „Die Abschwächung fast aller für uns wichtigen Währungen gegenüber dem Euro belastete das Ergebnis mit rund 200 Millionen € gegenüber dem Vorjahresquartal“, erklärte Bock.

Das EBIT stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 246 Millionen € auf 2,0 Milliarden €. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter wuchs um 142 Millionen € auf 1,3 Milliarden €. Das Ergebnis je Aktie betrug im 2. Quartal 1,41 €, nach 1,26 € im Vorjahreszeitraum. Das um Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Werte bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 1,54 € (Vorjahresquartal: 1,40 €).
 
„We create chemistry“
-Strategie weiter umgesetzt
„In den vergangenen Monaten haben wir unsere ‚We create chemistry‘-Strategie weiter umgesetzt. Wir haben in aussichtsreiche Arbeitsgebiete investiert und waren mit Innovationen im Markt erfolgreich. Daneben haben wir Geschäfte optimiert und unsere Effizienz weiter erhöht“, so Bock. Erst vor wenigen Tagen hat BASF eine neue Produktionsanlage für Automobil-Abgaskatalysatoren in Sroda Slaska in der Nähe von Breslau/Polen in Betrieb genommen. Das Unternehmen investiert auch verstärkt in das Geschäft mit Kunststoffen und Kunststoff-Vorprodukten in Asien. Mit der Restrukturierung bei Performance Products liegt BASF auf Kurs. Durch die Restrukturierungsmaßnahmen in diesem Segment wird BASF bis Ende 2017 insgesamt mehr als 2.000 Arbeitsplätze abbauen. Von 2017 an rechnet das Unternehmen mit einer Ergebnisverbesserung von rund 500 Millionen € pro Jahr. Die Einmalkosten betragen 250 bis 300 Millionen €.

Prognose für das Gesamtjahr 2014
Für 2014 rechnet BASF nunmehr mit einem schwächeren Wachstum der Weltwirtschaft als noch vor sechs Monaten erwartet. Belastend ist ferner die Schwäche der meisten für BASF wichtigen Währungen.
Die Erwartungen des Unternehmens bezüglich der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2014 wurden daher zum Teil reduziert (bisherige Prognose in Klammern):

  • ·    Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: 2,5 % (2,8 %)
  • ·    Wachstum der Industrieproduktion: 3,7 %
  • ·    Wachstum der Chemieproduktion: 4,4 %
  • ·    US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,35 US$ pro Euro (1,30 US$ pro Euro)
  • ·    Ölpreis von 110 US$/Barrel im Jahresdurchschnitt
Bock: „Die erwartete leichte Belebung des Wachstums der Weltwirtschaft und wichtiger Abnehmerbranchen im Jahr 2014 wirkt sich positiv auf unser Geschäft aus. Daher halten wir trotz noch ungünstigerer Währungsentwicklungen und gestiegener politischer Risiken an unserem Ausblick für das Jahr 2014 fest. Wir wollen unseren Absatz ohne Berücksichtigung von Akquisitionen und Devestitionen erhöhen.“ Dennoch wird der Umsatz verglichen mit dem Jahr 2013 voraussichtlich leicht sinken. Gründe hierfür sind die geplante Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts und die anhaltend negativen Währungseffekte. Beim EBIT vor Sondereinflüssen erwartet BASF einen leichten Anstieg, vor allem infolge deutlich höherer Beiträge von Performance Products und Functional Materials & Solutions. Das EBIT wird voraussichtlich deutlich steigen. Die Sondererträge aus der geplanten Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts sowie aus der Devestition der BASF-Anteile am Joint Venture Styrolution werden dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.

BASF erwartet den Abschluss des im Dezember 2013 mit Gazprom vereinbarten Tauschs von Vermögensgegenständen nun im Herbst 2014 – nach wie vor mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. April 2013. Die Transaktion beinhaltet die Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts. „Der komplexe juristische Entflechtungsprozess, der die Gründung neuer Gesellschaften in Russland, in den Niederlanden und Deutschland erfordert, dauert länger als zunächst angenommen“, erklärte Dr. Hans-Ulrich Engel, Finanzvorstand der BASF.

Geschäftsentwicklung in den Segmenten im 2. Quartal
Im Segment Chemicals nahm der Umsatz verglichen mit dem 2. Quartal 2013 um 3 % zu. Der Absatz stieg in allen Bereichen. Ein besonders starkes Mengenwachstum verzeichnete der Unternehmensbereich Petrochemicals in Nordamerika. Niedrigere Verkaufspreise und negative Währungseffekte minderten den Umsatzanstieg. Das EBIT vor Sondereinflüssen übertraf den Wert des Vorjahresquartals um 75 Millionen € und stieg auf 570 Millionen €, vor allem durch höhere Margen bei Petrochemicals.

Der Umsatz im Segment Performance Products ging infolge negativer Währungseffekte um 3 % zurück. Bei stabilen Preisen wurden die Mengen leicht gesteigert; der Absatz nahm insbesondere in der Region Asien-Pazifik zu. Das EBIT vor Sondereinflüssen wuchs um 41 Millionen € auf 435 Millionen €. Hauptgrund hierfür waren geringere Fixkosten, unter anderem auf Grund von Restrukturierungsmaßnahmen.

Bei Functional Materials & Solutions lag der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Der Absatz erhöhte sich, vor allem bei Catalysts, deutlich. Belastet wurde die Umsatzentwicklung durch negative Währungseffekte. Im Bereich Construction Chemicals führten zudem Portfoliomaßnahmen zu einem deutlichen Umsatzrückgang. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 63 Millionen € auf 356 Millionen €. Maßgeblich hierfür waren die höheren Mengen und gesunkene Fixkosten.

Im Segment Agricultural Solutions nahm der Umsatz verglichen mit dem 2. Quartal 2013 um 4 % ab. Grund hierfür waren negative Währungseffekte. Die Verkaufspreise konnten in allen Regionen angehoben werden. Die Mengen blieben stabil. Das EBIT vor Sondereinflüssen verfehlte wegen negativer Währungseffekte und höherer Forschungsaufwendungen den Wert des Vorjahresquartals um 52 Millionen € und lag bei 433 Millionen €.

Der Umsatz im Segment Oil & Gas übertraf das Niveau des Vorjahresquartals um 13 %. Insbesondere im Arbeitsgebiet Exploration & Production wuchs der Absatz stark. Auch die von Statoil erworbenen Aktivitäten in Norwegen trugen zum Umsatzanstieg bei. Bei Natural Gas Trading minderten die deutlich gesunkenen Gaspreise das Umsatzwachstum. Das EBIT vor Sondereinflüssen konnte infolge der höheren Mengen um 205 Millionen € auf 587 Millionen € gesteigert werden.

Der Umsatz von Sonstige nahm verglichen mit dem 2. Quartal 2013 um 20 % ab. Maßgeblich hierfür waren vor allem geringere Rohstoffverkäufe und eine niedrigere Anlagenverfügbarkeit. Das EBIT vor Sondereinflüssen sank um 111 Millionen € auf minus 328 Millionen €. Währungsverluste trugen dazu wesentlich bei.

Geschäftsentwicklung in den Regionen im 2. Quartal
Der Umsatz der Gesellschaften mit Sitz in Europa stieg im 2. Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1 %. Höhere Mengen in den Segmenten Chemicals, Functional Materials & Solutions und vor allem bei Oil & Gas konnten die niedrigeren Preise und negativen Währungseffekte mehr als ausgleichen. Bei Sonstige verringerte sich der Umsatz deutlich. Das EBIT vor Sondereinflüssen wuchs vor allem infolge gestiegener Beiträge des Chemiegeschäfts und von Oil & Gas um 273 Millionen € auf 1,3 Milliarden €.

In Nordamerika nahm der Umsatz in US-Dollar um 10 % und in Euro um 4 % zu. Maßgeblich hierfür war der deutlich gestiegene Absatz, insbesondere bei Chemicals und Functional Materials & Solutions. Mit 466 Millionen € lag das EBIT vor Sondereinflüssen um 19 Millionen € unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Während das Ergebnis von Chemicals sowie Functional Materials & Solutions deutlich stieg, ging das Ergebnis in den Segmenten Performance Products und Agricultural Solutions sowie bei Sonstige zurück.

In Asien-Pazifik stieg der Umsatz in lokaler Währung um 1 %, während er in Euro um 5 % abnahm. Grund hierfür waren negative Währungseffekte und leicht rückläufige Verkaufspreise. Bei Chemicals ging der Umsatz deutlich zurück. Das EBIT vor Sondereinflüssen sank um 24 Millionen € auf 172 Millionen €. Ein deutlich niedrigeres Ergebnis bei Chemicals und Agricultural Solutions trug hierzu bei.

Der Umsatz in Südamerika, Afrika, Naher Osten wuchs in lokaler Währung um 6 %, in Euro ging er um 7 % zurück. Der Absatz war leicht rückläufig. Die stark negativen Währungseffekte wurden nur teilweise durch höhere Preise kompensiert. Das EBIT vor Sondereinflüssen nahm um 9 Millionen € ab und lag bei 68 Millionen €. Maßgeblich hierfür war vor allem das Segment Oil & Gas.
Quelle: BASF SE, Ludwigshafen
BASF SE in agribusiness-jobs