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Qualifikation - das fordern die Herrsteller

Damit Sie die Stellenausschreibungen herausfiltern können, die zu Ihrer Persönlichkeit passen, haben wir die wichtigsten Berufe und ihre Anforderungen näher beleuchtet.Mal im stillen Kämmerlein in der Konstruktion, mal im Jet auf dem Weg zu Auslandskunden:Wer in der Landmaschinenindustrie arbeitet, findet eine Vielzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten.

Die Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI (Verband Deutscher Ingenieure) unterscheidet für Agrartechniker zwei mögliche Einsatzfelder in der Industrie: Entwicklung/ Service und Marketing/Vertrieb. In der ersten Gruppe kommen eher Maschinenbauer und vergleichbare Studienabgänger zum Zuge, im Bereich Marketing/Vertrieb können laut VDI sowohl Maschinenbauer als auch Agrarwissenschaftler zum Zuge kommen. Welche Berufsfelder es noch gibt, erläutertder VDI auf seinen Internetseiten unter www.vdi.de/berufsbilder. Entwicklung und Service sind etwas für Technikspezialisten In größeren Unternehmen arbeitet der Agrartechniker in der Entwicklungs- oder Serviceabteilung. In kleineren Firmen dagegen muss häufig das gesamte Spektrum an Aufgaben von der Konzeptentwicklung bis zur Kundenbetreuung bearbeitet werden. Tätigkeit und Verantwortung liegt im Entwicklungsbereich laut VDI vor allem in der Konstruktion. Der Serviceingenieur muss dagegen zur Lösung von Problemen komplexe Konstruktionen schnell verstehen. Ob an der Maschine oder an der Hotline muss er Fehlfunktionen identifizieren und notwendige Tätigkeiten für Umbau und Reparatur beschreiben können. Der VDI hat daraus folgende Aufgaben für den Agrartechniker im Bereich üblicher Aufgaben aufgelistet, die sich nicht grundsätzlich für Bachelor- und Masterabsolventen unterscheiden:

• Entwerfen von Komponenten, Maschinen und Verfahren
• neue Grundlagen erarbeiten
• Labor- und Feldversuche planen und durchführen
• Messtechnik beherrschen und systematisch weiterentwickeln
• Spezifizieren von Anforderungen, z. B. in Form von Lasten- und Pflichtenheften
• funktionale Machbarkeiten ermitteln oder abschätzen
• Projektplanung und Abwicklung
• Anwenden der Ingenieur-Werkzeuge (PC,CAD, FEM, MKS, CFD, Simulation ...)
• Ermitteln und Optimieren von Kosten, Wertanalysen
• Dokumentieren der Arbeitsergebnisse
• Arbeitsergebnisse präsentieren, gegebenenfalls international
• Projekte bewusst abschließen
• fachliche und ggf. operative Unterstützung anderer Bereiche wie Einkauf, Marketing, Produktion, Service
• Praxis-Feedback einfordern
• Maschinen erklären und einsetzen
• Fehleranalysen durchführen, auch Ferndiagnosen
• Probleme kurzfristig lösen
• Trouble Shooting betreiben
• Konfl ikte managen, vermitteln
• Menschen und Bereiche führen.

Aufgrund der überwiegend technischen Ausrichtung dieser Berufe sind nach Einschätzung des VDI relativ wenige Ingenieure der Agrarwissenschaften im Entwicklungsund Servicebereich tätig. Agrartechnik ist aber in den seltensten Fällen ausschließliche Komponenten- und Maschinenentwicklung. Denn fast jede Lösung steht in Verbindung mit einem biologischen Prozess und mit vorausgegangenen oder nachfolgenden Prozessschritten. Der Entwicklungs- oder Servicetechniker muss die funktionsbestimmenden Eigenschaften der Maschine kennen, gleichzeitig aber auch die Technik auf den Fertigungsprozess sowie auf Wartung und Reparatur im landwirtschaftlichen Umfeld abstimmen. Somit bietet sich dem Ingenieur ein äußerst reizvolles Betätigungsfeld mit einem weiten Einblick in die Produktgestaltung. Die Grundlagen und das Grundverständnis dafür müssen im Studium gelegt und Erfahrungen im vielfältigen Praxiseinsatz gesammelt werden, fordert der VDI. Im Marketing muss kommuniziert werden In den Bereichen „Marketing“ und „Vertrieb“ arbeiten Agrartechniker in größeren Unternehmen arbeitsteilig in entsprechenden Abteilungen oder auch in weiter spezialisierten Bereichen wie Produktmanagement, Verkaufsförderung oder Ähnlichem. Häufig wird aber in kleineren Einheiten nicht so konkret unterschieden.  Alle Aufgaben gehören in gewissem Umfang auf die Liste der täglichen Arbeit. Hierzu zählt der VDI:

• Verkaufen von Maschinen
• Vorführungen von Maschinen organisieren
• Maschinen erklären und einsetzen
• Werbematerial entwickeln
• Kundenkommunikation
• Spezifizieren von Anforderungen, z. B. in Form von Lasten- und Pflichtenheften
• Marktanalysen durchführen
• Praxis-Feedback einfordern/aufbereiten
• Projektplanung und Abwicklung
• fachliche und ggf. operative Unterstützung anderer Bereiche wie Entwicklung
• Probleme kurzfristig lösen
• Konflikte managen, Vermitteln
• Menschen und Bereiche führen

Unabhängig vom Abschluss (Bachelor oder Master) wird die gleiche agrartechnische Kompetenz erwartet. Zu den  Schlüsselqualifikationen ist insbesondere die Veränderungsfähigkeit gefragt. Dazu gehört auch mit Blick auf die Internationalisierung die zweite Fremdsprache. Anders als bei den Technikern im Bereich Entwicklung/Service zählt auch die soziale Kompetenz als Schlüssel für den erfolgreichen Umgang mit Mitarbeitern, Kollegen und den Kunden.  Zu den fachlichen Basiskompetenzen zählt der VDI hier die Anforderung des Projektmanagements:
Strukturiertes und zeitlich begrenztes Bearbeiten ist sehr wichtig. Der Vertrieb von Landtechnik erfordert die Mitarbeit bereits in den Entwicklungsprojekten bis hin zur Abwicklung von umfangreichen internationalen Verkaufsprojekten. Es wird ein hohes Maß an fachübergreifendem Wissen aus der Technik, der Agrarwissenschaft und der Betriebswirtschaft verlangt. In der Praxis spiegelt sich dies wider, indem häufig Agrarwissenschaftler mit ihrem breit angelegten Wissen im besagten
Bereich zu finden sind, stellt der VDI fest. In den folgenden Kästen auf dieser Seite werden verschiedene Anforderungsprofile beschrieben.
 

 
Exportleiter m/w
Tätigkeiten:
- Intensivierung vorhandener und neuer Kunden- und Absatzpotentiale
- konzeptionelle Entwicklung und Umsetzung geeigneter Absatzstrategien
Akquisition neuer Partner sowie Bestandskundenpflege
Vertriebscontrolling, Marktbeobachtung
Führung des Export-Vertriebsteams
Anforderungen:
- abgeschlossene kaufmännische/technische Ausbildung oder Studium mehrjährige Berufserfahrung mit belegbaren Ergebnissen in den Bereichen Vertrieb & Marketing und/oder Export
- Kenntnisse über spezifisches Vertragswesen
- Erfahrungen im Bereich Landtechnik oder Baumaschinen
- Technisches Know-How / Verständnis
- Führungserfahrung und soz. Kompetenz, Freude an der Zusammenarbeit mit Menschen
- Verhandlungssichere Englischkenntnisse und/oder andere Fremdsprachen, eigenständiges Arbeiten sowie Reisebereitschaft